Zeit: 08. Januar 19: 00 (Einlass ab 18:30)
Ort: Universität Osnabrück, Gebäude 01, Hörsaal E01, Kolpingstr. 7
Vortragende: PD Dr. rer. nat. habil. Carola Meyer, Universität Osnabrück, Institut für Physik
Die globale Erhitzung ist ein reales, voranschreitendes Phänomen. Die Berichte des Intergovernmental Panel for Climat Change (IPCC) enthalten zahlreiche Szenarien, wie sie begrenzt oder zumindest gemildert werden kann. Im aktuellen IPCC-Bericht setzen die Szenarien, die mit dem Klimaabkommen von Paris vereinbar sind, erhebliche „negative CO2-Emissionen“ voraus, d. h. sie implizieren einen starken Einsatz von Technologien zur Kohlendioxidabscheidung und -speicherung (CCS). Diese Technologien sind noch nicht in großem Maßstab ausgereift, werden aber bereits kontrovers diskutiert. Konzerne der Öl- und Gasindustrie erhalten bereits Lizenzen für Bohrungen in der Nordsee.
In diesem Vortrag soll geklärt werden, welche CCS-Technologien es gibt, welche Auswirkungen sie auf die Bekämpfung der globalen Erhitzung haben können und welche potenziellen Umweltrisiken bestehen. Ich werde im Vortrag verschiedene Ansätze zur CO2-Entnahme aus der Luft erläutern, wobei der Schwerpunkt auf der direkten Abscheidung aus der Luft liegt. Im Hinblick auf die CO2-Speicherung werde ich die wichtigsten europäischen Projekte und ihre wesentlichen Ergebnisse vorstellen. Abschließend werde ich die Risiken und Aussichten von CCS-Technologien bewerten.