Hitzewelle über Westeurope

Westeuropa und diesmal insbesondere auch Deutschland erleben gerade die extremste jemals gemessene Hitzewelle. Die Temperaturen liegen 5 bis 12 °C über dem für diese Jahreszeit langfristigen Mittel und sind damit die höchsten jemals aufgezeichneten Werte für den Monat Juni. Während Europa der sich am schnellsten erwärmende Kontinent ist, ist der Juni der sich am schnellsten erwärmende Monat. Bedingt durch den von uns verursachten Klimawandel ist diese Hitzewelle um 3,5 °C, bzw. 2 °C wärmer als es eine vergleichbare Hitzewelle in den Jahren 1976, bzw. 2003 gewesen wäre. Diese Befunde stammen aus einer aktuellen Studie der Organisation World Weather Attribution, die bei Extremwetterereignissen immer den Beitrag durch den Klimawandel ermittelt [1, 2]. Bestätigt werden die Ergebnisse von einer Analyse des europäischen Forschungsprojekts ClimaMeter. Demnach ist die aktuelle Wetterlage nicht ungewöhnlich, jedoch fallen die Temperaturen signifikant um 2 bis 4 °C höher aus, als sie ohne den menschengemachten Klimawandel wären. Die aktuelle Hitzewelle führt uns vor Augen, dass wir schon bei der aktuellen globalen Erwärmung von 1,4 °C an die Grenzen unserer Belastbarkeit stoßen. Nur durch eine konsequente Reduzierung der Treibhausgasemissionen können wir noch verhindern, dass ein solches Extremwetterereignis in den kommenden Jahrzehnten zum Normalzustand wird [3, 4].

[1] https://www.heise.de/news/Aktuelle-Hitzewelle-die-schlimmste-in-Westeuropa-seit-Beginn-der-Aufzeichnungen-11345407.html
[2] https://www.worldweatherattribution.org/fossil-fuel-emissions-have-rapidly-worsened-european-heatwaves-in-just-a-few-decades/
[3] https://www.heise.de/news/Aktuelle-Hitzewelle-in-Westeuropa-wegen-Klimawandel-um-bis-zu-4-Grad-heisser-11342208.html
[4] https://www.climameter.org/home