Konstruktive Konfliktbearbeitung als Schlüsselqualifikation für eine nachhaltige Gemeinwesenentwicklung

Zeit: 24. Mai 2023, 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)

Dieser Vortrag muss leider wegen Erkrankung der Referentin ausfallen.

Ort: Universität Osnabrück, Gebäude 01, Hörsaal E01, Kolpingstr. 7

Dipl.-Päd. Sabina Körner, Ehemalige Mitarbeiterin des Landesinstituts für Schule undWeiterbildung, NRW

Für eine nachhaltige Entwicklung und die Gleichwertigkeit von sozialen, ökonomischen und ökologischen Prozessen ist eine Umkehr von eingefahrenen Wachstums- und Konsummustern notwendig. Dazu sind Veränderungsprozesse unserer Denk-, Lebens-,  Arbeits- und Verhaltensmuster erforderlich – ebenso wie strukturelle Veränderungen in Politik und Wirtschaft, die einer Kulturwende hin zu einem „ökologischen Paradigma“, dem pfleglichen Umgang mit Mensch und Natur (Oskar Negt) entsprechen.

Erziehung, Bewusstseinsbildung, Aus- und Weiterbildung nehmen in diesem Kontext eine zentrale Rolle ein und stellen eine Querschnittsaufgabe dar.

Der Vortrag verdeutlicht die besondere Rolle von Kommunikations- und Konfliktbearbeitungskompetenzen als Schlüsselqualifikation für die notwendige gesellschaftliche Transformation.

Anhand historischer und aktueller Beispiele wird dargestellt, dass sie ein wichtiges Instrumentarium zur Gestaltung und Moderation demokratischer Gemeinwesenentwicklung und Bürger:innenbeteiligung sind und wo ihre Möglichkeiten und Grenzen liegen.

Zudem wird verdeutlicht, dass die Vermittlung und Anwendung von Ansätzen und Verfahren der Konstruktiven Konfliktbearbeitung Selbstlernprozesse initiiert, die die Handlungskompetenzen der Beteiligten im Sinne des Nachhaltigkeitsprinzips fördern und zur Überwindung des gesellschaftlich verankerten Gewinner-Verlierer-Denkens beitragen.

Abschließend werden Wege skizziert, wie eine Konstruktive Konfliktkultur auf der kommunalen Ebene in Osnabrück (weiter-)entwickelt werden kann.