Zeit: 17. April, 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)
Ort: Universität Osnabrück, Gebäude 01, Hörsaal E01, Kolpingstr. 7
Vortragender: Prof. Dr. rer pol. Ulrich Schneckener, FB Kultur- und Sozialwissenschaften, Center for the Study of Conflict & Peace (CeCoP), Universität Osnabrück
Klimakriege, Kriege um Wasser, Öl und andere Ressourcen – solche medialen Zuspitzungen unterstellen oftmals einen direkten Zusammenhang zwischen Klimawandel und (Gewalt-)Konflikten. Doch die Forschung zeigt, dass die Sache weniger eindeutig ist als vielfach behauptet. Der Vortrag verweist zunächst auf die umgekehrte Konstellation, wonach Kriege selbst ein Treiber für den Klimawandel sein können. Darüber hinaus gilt es verschiedene Konfliktkonstellationen zu unterscheiden, die durch die Knappheit, dem Überfluss oder die Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen charakterisiert sind und die sich innerhalb oder zwischen Staaten abspielen. Auf diese wirken sich der Klimawandel und globale bzw. nationale Anpassungspolitiken je unterschiedlich aus. Ob und inwieweit diese Effekte konfliktverschärfend sind oder aber sogar Kooperationen befördern, hängt wiederum von anderen (geo)politischen, ökonomischen und sozio-kulturellen Faktoren ab.