Zwischen Klimaangst und Klimaleugnung: Ethische und religiöse Herausforderungen des Klimawandels unter Berücksichtigung des christlichen Nationalismus (USA und D)

Vortrag am 01. Juli, 19:00 Uhr (18:30 Uhr Einlass)

Vortragender: Prof. Dr. Andreas Kubik-Boltres, Universität Osnabrück, Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Professur für Praktische Theologie und Religionspädagogik

Ort: Universität Osnabrück, Gebäude 01, Hörsaal E01, Kolpingstr. 7

Der Klimawandel wirft zahlreiche ethische, aber auch spirituelle Probleme auf: Wie verortet sich der Mensch im großen Ganzen, wenn er sich selbst für die Bedrohung des Lebens verantwortlich halten muss? Infolgedessen haben die Religionen in den letzten Jahrzehnten die Umweltfrage als Thema für sich entdeckt. Mit dem Aufstieg des christlichen Nationalismus in den USA (und zunehmend auch in Deutschland) tritt nun ein starkes alternatives Narrativ auf den Plan: Den Klimawandel gebe es nicht, oder er sei nicht menschengemacht, oder er bedrohe das Leben auf der Erde nicht essenziell, oder er dürfe wenigstens der Wirtschaft und dem Machtstreben ‚christlicher‘ Nationen nicht in die Quere kommen. Der Vortrag durchleuchtet diese Erzählmuster und zeigt auf: Es kann auch den religiös Indifferenten nicht egal sein, was ethisch und spirituell über den Klimawandel gedacht wird!