Vortrag am 09. Juli um 19: 00 Uhr (Einlass ab 18:30)
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) werden in zahlreichen industriellen Prozessen, aber auch in Konsumentenprodukten eingesetzt, z.B. in Imprägnier-Sprays, als Beschichtung in Nahrungsmittelverpackungen (Pizzakartons, Geschirr aus Pflanzenfasern, Backpapier) und Sportkleidung, in Skiwachs und in kosmetischen Produkten. Das große Problem der PFAS besteht in der Kombination aus Toxizität und extremer Langlebigkeit („Persistenz“). PFAS schädigen Leber und Niere, die Schilddrüse, den Fettstoffwechsel, das Immunsystem und weitere Körperfunktionen; sie können auch Krebs auslösen. Insgesamt sind zurzeit ca. 1000 PFAS in der EU auf dem Markt. Sie sind seit Jahrzehnten im Einsatz und haben zu einer weiträumigen Kontamination von Böden, Grundwasser, Trinkwasser und Nahrung geführt; sie sind weltweit im Regen präsent und auch im Körper von Milliarden von Menschen. In der Umwelt werden sie nicht abgebaut, weshalb sie auch „Ewigkeitschemikalien“ genannt werden. Wie konnte es zu diesem Problem kommen, und was lässt sich nun allenfalls noch dagegen tun?
Vortragender: Prof. Dr. Martin Scheringer, Masaryk-Universität Brünn, Tschechien, Senior Scientist und Gruppenleiter ETH Zürich
Ort: Universität Osnabrück, Gebäude 01, Hörsaal E01, Kolpingstr. 7
